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DER STAAT IST KEIN KUNSTWERK

17.02.2018 - 29.04.2018

DER STAAT IST KEIN KUNSTWERK

Details

Zeit: 17.02.2018 - 29.04.2018
Veranstaltungsort: Tallinna Kunstihoone (Vabaduse väljak 6, Tallinn)

Ticket Info

Tallinna Kunstihoone: 6 € / 3 €

Tallinna Linnagalerii: Eintritt frei

Kunstihoone Galerii: Eintritt frei

Veranstalter

Goethe Institut, Tallinna Kunstihoone

Die internationale Ausstellung „Der Staat ist kein Kunstwerk“, kuratiert von Katerina Gregos, versucht die Komplexität von nationaler Identität sowie die Idee der Nation zu erforschen. Sie zeigt uns die aktuell strittigen Problemfelder wie beispielsweise Migration, Wirtschaftskrisen, Erinnerungskultur und die Reibungen zwischen dem Öffentlichem Raum und der Privatheit des Einzelnen aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel.

In dem sie eine heterogene Gruppe aus über zehn international tätigen Künstlern mit teils neuen Arbeiten zusammenbringt, skizziert die Ausstellung die sich verändernde politische Landschaft auf dem europäischen Kontinent sowie dessen Grenzen, ebenso wie das Problem des spaltenden Denkens der Identitätspolitik. Sie untersucht die momentan unbeständige Situation angesichts des Wiederauflebens von Nationalismus und Populismus in Europa und bietet einen differenzierten Blick auf diese Problematik, der über die sonst übliche, polarisierende Rhetorik hinausgeht.

Die Begriffe der Identität, der Zugehörigkeit, des kollektiven Gedächtnisses sowie die beunruhigenden Spannungen zwischen Nationalgefühl und supranationalen Institutionen wie der Europäischen Union werden anhand von Zeichnungen, Skulpturen, Fotografie, textbasierten Arbeiten, Filmen und Installationen präsentiert.

„‘Der Staat ist kein Kunstwerk‘ behandelt zudem den Aufstieg des aktuellen Nationalismus-Phänomens innerhalb Europas. Im Zusammenbruch des Kommunismus sahen viele Historiker das Ende der Geschichte und bezeichneten die Idee des Nationalstaats als gestorben. Rückblickend betrachtet, könnte man dies heute wohl so nicht mehr beschreiben. Wie dem auch sei – die heutigen Umstände sind völlig andere und erfordern eine neue Vision im Hinblick auf den Nationalstaat, eine Vision, welche auf die aktuelle politische Lage sowie die kulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten reagiert.“
Kuratorin Katarina Gregos

Die Ausstellung ist Teil des Kunst-Programms zu den 100-Jahr-Feierlichkeiten Estlands  und findet in Tallinn an vier Orten rund um den zentralen Vabaduse Väljak statt: in der Tallinn Art Hall, der Art Hall Galerie, der Tallin City Galerie sowie der nahegelegenen Vabaduse Galerie.

 

Künstler:

Ewa Axelrad / Loulou Cherinet / Marta Górnicka / Lise Harlev / Femke Herregraven / Flo Kasearu / Thomas Kilpper / Szabolcs KissPál / Stéphanie Lagarde / Ella Littwitz / Thomas Locher / Cristina Lucas / Damir Muratov / Tanja Muravskaja / Marina Naprushkina / Kristina Norman / Daniela Ortiz / Katarzyna Przezwańska / Jaanus Samma / Ivar Sakk / Larissa Sansour / Jonas Staal / Kristina Solomoukha & Paolo Codeluppi

 

Über die Kuratorin Katerina Gregos:

Katerina Gregos ist eine in Brüssel beheimatete Kuratorin, Schriftstellerin und Lektorin. Ihre kuratorische Praxis erforscht die Beziehungen zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik, insbesondere mit Blick auf Fragen der Demokratie, der Menschenrechte, des Kapitalismus, von Krisen und sich verändernden globalen Produktions-Kreisläufen. Momentan ist sie Chefkuratorin der 1. Riga Biennial (2018) und Kuratorin der Schwarz Foundation München/Samos.

Ein Interview mit der Kuratorin Katerina Gregos finden Sie hier.
Den Ausstellungsessay (englisch) finden Sie hier.